Die Entwicklung moderner HD-Quaderballenpressen ist in den vergangenen Jahren rasant vorangeschritten. Höhere Presskräfte ermöglichen schwerere und dichtere Ballen – eine klare Effizienzsteigerung für Landwirte und Lohnunternehmer. Gleichzeitig sind jedoch auch die Anforderungen an das Pressengarn deutlich gestiegen.
HD-Garne haben heute eine Stärke erreicht, bei der weitere Materialzunahmen kaum noch umsetzbar sind. Zu dickes Garn beeinträchtigt die Funktion der Knoter, erhöht den Verschleiß und kann sogar dazu führen, dass Knoten nicht mehr zuverlässig halten.
Dennoch blieb echte Innovation lange aus. Statt neue Wege zu gehen, setzten viele Hersteller weiterhin auf Masse statt auf Materialintelligenz. Für Anwender bedeutete das: schwere, unflexible und technisch überholte Garne – mit allen bekannten Nachteilen im täglichen Einsatz.
Dabei stellt sich eine zentrale Frage:
Muss HD-Pressengarn wirklich immer dicker sein, um höheren Belastungen standzuhalten?
Bei Tama wurde diese Frage bereits 2019 sehr konkret. Aus eigener landwirtschaftlicher Praxis heraus analysierten wir die Probleme, die dicke und schwere Garne im Einsatz verursachen, und begannen, den Pressvorgang grundlegend zu hinterfragen.
In umfangreichen Untersuchungen weltweit – unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen, mit verschiedenen Pressentypen und Erntegütern – wurde analysiert, welchen Kräften HD-Pressengarn tatsächlich ausgesetzt ist.
Ein zentrales Ergebnis:
Die höchsten Belastungen entstehen nicht, wenn der Ballen fertig gepresst ist und zusammengehalten wird. Die größten Kräfte wirken während der Verdichtung und beim Ausstoß des Ballens aus der Presse.
Der Presskolben, der das Erntegut kontinuierlich verdichtet, sowie die abrupten Belastungen beim Auswurf erzeugen starke Stoßkräfte. Genau diese Stoßbelastungen sind der Hauptgrund, warum herkömmliche HD-Garne so massiv ausgelegt werden müssen.
Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde IMPAX Technology entwickelt. Ziel war es, ein HD-Pressengarn zu schaffen, das nicht durch zusätzliche Materialstärke, sondern durch gezielte Stoßabsorption überzeugt.
Das Ergebnis ist ein Garn, das die extremen Belastungen während des Pressvorgangs zuverlässig aufnimmt – von den wiederholten Schlägen im Presskanal bis hin zum Aufprall des fertigen Ballens auf dem Boden.
Der entscheidende Unterschied:
Ein HD-Pressengarn mit IMPAX Technology ist dabei rund 20% dünner als herkömmliche HD-Garne mit vergleichbarer Leistungsfähigkeit.
Die geringere Garnstärke bringt eine Reihe praktischer Vorteile mit sich:
Das Ergebnis ist ein HD-Pressengarn, das die Anforderungen moderner Pressen erfüllt, ohne Kompromisse bei Funktion, Haltbarkeit oder Nachhaltigkeit einzugehen.
IMPAX Technology steht für einen Perspektivwechsel in der Garnentwicklung: weg von immer mehr Material, hin zu durchdachten technischen Lösungen. Für Anwender bedeutet das eine höhere Prozesssicherheit, weniger Stillstand und eine spürbare Entlastung im Arbeitsalltag.
Ein HD-Pressengarn, das die Belastungen des Pressvorgangs zuverlässig meistert – damit die Arbeit effizient erledigt werden kann, ohne sich Gedanken über Garnbrüche oder beschädigte Ballen machen zu müssen.